42
von Orleans!“ Dies ward vom Vicomte de le Chatre beſtätigt. Virieu erzählte Dinge, welche ſehr geeignet waren, Mirabeau und Orleans zu compro⸗ mittiren; der kluge Siehes ſagte faſt nichts aus. Sobald Bernard und Charlotte Vanner ſich einigermaßen erholt hatten, wurden auch ſie vorgeladen und befragt. Als das noch etwas blaſſe aber überaus reizende Mädchen auftrat, lief ein freudiges Gemurmel durch die Reihen der Anweſenden und ſelbſt die ehrwür⸗ digen Richter ſahen freundlicher aus als gewöhnlich. Charlotte war ſeit ihrer Geſandtſchaft zum König voll Erbarmen gegen ihn und ſeine Familie, denn ſte fühlte ganz die Leiden derſelben. Ihre mit ſanfter Stimme geſprochene Ausſage, bei aller Beſtimmtheit ihre Empfin⸗ dungen enthüllend, machte einen großen Eindruck auf die Verſammlung. Sich ſelbſt und ihre ausgeſtandenen Ge⸗ fahren vergaß ſie in ihrer Erzahlung faſt gänzlich, pries aber mit beredtem Munde die Leutſeligkeit des Königs und die aufopfernde Thätigkeit des heldenmüthigen La⸗ fayette. Von Mirabeau und Orleans hatten Ber⸗ nard und ſeine Braut nichts Verdachterweckendes aus⸗ zuſagen, und würden es auch kaum gethan haben, wenn ſte etwas dergleichen gewußt hätten. Uebrigens ſchlug Erſterer bald alle gegen ihn erhobenen Anklagen ſiegreich


