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Die Unruhen, woruüber man den König klagen ließ, waren eine natürliche Folge der neuerlichen Kämpfe zwi⸗ ſchen dem Despotismus und der Freiheit. Es mußte eine Art von Anarchie daraus entſtehen, wenn man ſich nicht beeilte die Rechte des Volks anzuerkennen. Aber man ſuchte nur einen Vorwand um zur Gewalt ſchreiten zu können. Sollte ſich denn das Volk nicht erheben, wenn es die Freiheit ſeiner Repräfentanten verletzt ſah; wenn mitten im Frieden immer neue Truppen heran⸗ rückten, um ſich mit denen zu vereinigen, welche bereits Paris blockirten; wenn es hungern mußte, während die zuſammengedrängten Soldaten die mühſam herangezogenen Levensmittel verſchlangen?
Die Wähler von Paris wünſchten unter ſolchen Um⸗ ſtänden ſich über das Heil der Hauptſtadt berathen zu können. Nachdem ſie um einen Saal im erzbiſchöflichen Palaſte oder auf dem Stadthauſe vergeblich angehalten hatten, verſammelten ſie ſich in einem Local der Straße Dauphine und ſtimmten allen Maßregeln der patriotiſchen Nationalverſammlung bei. Ihr Beiſpiel fand Nachah⸗ mung durch das ganze Königreich. Endlich erhielten ſie einen Saal auf dem Stadthauſe, beſchloſſen ſogleich die Errichtung einer Bürgergarde und meldeten dies(am Abend des 11. Juli) der Nationalverſammlung. Dieſe


