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thigen Vorbereitungen waren getroffen. Aber in der Nationalverſammlung ſchwebte man nur noch in Zweifel, wie ſich unter dieſen Umſtaͤnden die Repräſentanten der Nation zu verhalten hätten. Wenn niemand Rath wußte, ſo war immer Mirabeau mit einer Motion bei der Hand. Jetzt brachte er auch dieſe vor:
„Es iſt decretirt worden, daß während der gegen⸗ wärtigen Sitzung der König und die Nationalverſamm⸗ lung unzertrennlich ſind.“
Dieſe Motion ward einſtimmig angenommen und vom Herrn d'Eymar an der Spitze einer zahlreichen Depu⸗ tation dem Köͤnig überbracht.
Zugleich ward beſchloſſen, daß eine Deputation von 100 Mitgliedern den König auf ſeinem Wege nach Paris begleite.
Um 1 Uhr ſtiegen Ihre Majeſtäten in den Wagen,
aber erſt um 2 Uhr ging der Zug fort. Voraus ging
Lafahette mit der Armee, dann kamen die königlichen Wagen mit den Deputirten der Nationalverſammlung und auf allen Seiten wie im langen Nachzuge folgte das unermeßliche Volk. Dergleichen Scenen ſind ſelten in der Weltgeſchichte.
Ende des zweiten Bandes.
Druck von C. P. Melzer in Leipzig.


