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indem er ruft:„Herbei! Man läßt uns ja nieder⸗ machen!“ Eben will Savonnisres auch in den Schup⸗ pen eindringen, als ein Soldat der Verſailler Miliz auf ihn anlegt, losdrückt und ihm den Arm zerſchmettert.
Es war Blut gefloſſen und die Erbitterung zwiſchen den Gardes du Corps und dem Volke wuchs. Von Schimpfreden kam es zu Thätlichkeiten. Zwar hatten die Gardes du Corps Befehl vom König, nicht zu ſchießen; allein dennoch wurden ein paar Gewehre abgefeuert und zwei bis drei Weiber getroffen. Gleich darauf werden auch zwei Gardes du Corps von ihren Pferden herabge⸗ ſchoſſen. Zugleich pflanzen die Männer aus der Vorſtadt St. Antoine im Verein mit franzöſiſchen Garden drei Geſchütze auf und wollen die Gardes du Corps mit Kar⸗ tätſchen niederſchießen. Die Lunten werden wiederholt auf die Batterie gehalten; aber der Regen hat alles ſo durch⸗ näßt, daß keine Kanone losgeht.„Laßt's nur,“ rufen einige Männer des Volks,„es iſt noch nicht Zeit!“ Zu⸗ gleich ward den Gardes du Corps auf's neue eingeſchärft nicht zu ſchießen; da ſie aber auch nicht zur Zielſcheibe dienen wollten, ſo ſchloſſen ſte die Gitter und zogen ſich zurück.
Im Schloſſe ſelbſt herrſchte große Unruhe. Es ver⸗ breitet ſich das Gerücht, das Volk beabſichtige einen


