— 163—
Als ſich dieſe mit den zwölf Weibern dem Oeil⸗de⸗ boeuf näherte, ſchritt ihnen St. Prieſt entgegen und fragte die letztern:„Was wollen Sie?“ Auch jetzt ant⸗ worteten ſie wieder:„Brod! Brod!“ Da ſagte St. Prieſt:„Als Sie nur einen Herrn hatten, fehlte es Ihnen nicht daran; ſeitdem Sie aber 1200 Herren haben, ſehen Sie wohin Sie gerathen ſind.“ Dieſe Antwort wurde von den Deputirten der Nationalverſammlung zwar nicht gehört, aber dieſer ſelbſt ſpäter durch Mirabeau bekannt gemacht.
Im königlichen Vorzimmer gelang es dem Präſidenten der Nationalverſammlung die Weiber zu überreden, daß nur fünf aus ihrer Mitte die Deputirten begleiteten. Unter ihnen war nicht Théroigne de Méricourt, welche mit den wachhabenden Officieren zu ſprechen hatte, wohl aber Charlotte Vanner, die in ihrer Befangenheit noch einmal ſo reizend erſchien als gewöhnlich.
Mounier ſchilderte dem König die gräßliche Lage der Hauptſtadt, theilte ihm die Beſchwerden der Weiber mit und ſetzte ihn davon in Kenntniß, welche Verhei⸗ ßungen die Nationalverſammlung bereits gegeben habe. Zu⸗ letzt beſchwor er ihn, der unglücklichen Hauptſtadt im Ver⸗
rein mit der Nationalverſammlung hülfreich beizuſpringen.
Der König war gerührt, beklagte die Lage der Haupt⸗ 41*


