Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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zu beiden Seiten des nach dem Schloſſe führenden Weges aufgeſtellt. Unter den Weibern zogen auch Männer mit einher, meiſt mit Lumpen bedeckt, wilde Blicke ſchießend und bewaffnet mit Flinten, Dolchen, alten Piken, Beilen und eiſenbeſchlagenen Stöcken. Zwiſchen durch jagten unter dem Geſchrei und Hohngelächter des Volks Abthei⸗ lungen der Gardes du Corps. Ein Theil der bewaff⸗ neten Männer näherte ſich der Deputation, um ſie zu

escortiren. Die Gardes du Corps glaubten man wolle

den Deputirten Gewalt anthun und ſprengte gewaltſam zwiſchen ſie, ſo daß ſie ſich nach allen Seiten im Kothe zerſtreuen mußten. Wer beſchreibt das Fluchen und To⸗ ben der Menge, als ſie ſich ſo zerſprengt ſah. Indeſſen mochten die Gardes du Corps eingeſehen haben, daß ſie in einem Irrthume befangen geweſen waren; denn bald war es den Deputirten geſtattet wieder zuſammenzutreten und ſich nach wie vor escortiren zu laſſen. Sie näherten ſich dem Schloſſe und ſahen auf dem Platze aufgeſtellt die Gardes du Corps, eine Abtheilung Dragoner, das Regiment Flandern, die Schweizergarden, die Invaliden und Bürgermiliz von Verſailles. Man erkannte ſie und begrüßte ſie ehrfurchtsvoll. Die Deputirten paſſirten die Reihen und bemerkten, welche Muhe das Militär hatte die Menge zurückzuhalten. Mounier ſelbſt konnte