Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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heit, denn niemand konnte dieſen Bezug auf die Königin verkennen. Man erwähnte die Denunciation nicht wieder. Während der Discuſſion war ſchon ein ängſtliches Hin⸗ und Herlaufen der Deputirten zu bemerken geweſen. Es erſcholl ein unbeſtimmtes Gerücht von der Gährung der Hauptſtadt. Auch an Mirabeau kam eine Nach⸗ richt, welcher ſich ſogleich erhob, zum dermaligen Präſt⸗ denten Mounier ging und ihm zuflüſterte: Mounier, Paris marſchirt nach Verſailles.

Obwohl Mou nier, wie man ſich vomgroßen Or⸗ densbande her noch erinnern wird, bei Eröffnung der Reichsſtände mit Mirabeau und den andern dort an⸗ weſenden Deputirten Rabaud und Barnave ganz ein⸗ ſtimmig zu ſein ſchien, ſo hatte er doch ſeitdem zu eifrig für die unbedingte königliche Sanction und das Zwei⸗ kammerſyſtem geſprochen, um mit Leuten wie Mirabeau einig bleiben zu können. Er antwortete ihm daher auch jetzt auf ſeine Bemerkung, daß Paris heranzöge, ganz kurz und trocken:

Ich weiß nichts davon.

Sie mögen es nun glauben oder nicht, ſagte Mi⸗

rabeau ſchon aas gruſo wiederhole ich Ihnen doch, daß Paris heran zieht. Geben Sie Unwohlſein vor

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