Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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Verſailles! Nach Verſailles! Da er jedoch bemerkt, daß die Truppen den Gréve⸗Platz beherrſchen, giebt er die Hoffnung nicht auf und läßt den Courier mit der Depeſche nach Verſailles abgehen, worin er ſagt, daß die Ruhe in der Hauptſtadt jedenfalls bald wieder her⸗ geſtellt ſein werde.

Eine Deputation der Dreihundert ladet den Maire ein ſeinen Platz auf dem Stadthauſe einzunehmen. Bailly macht ſich Bahn durch die Wogen des Volks, das ihm ſtets in die Ohren ruft:Brod!... Nach Verſailles!

Er verſucht zu ſprechen, aber der Tumult iſt zu groß; ſeine Worte verhallen in dem Geſchrei:Brod! Nach Verſailles! Die ganze Nationalgarde war jetzt auf den Beinen, aber ſie theilte den Wunſch der Weiber und des Volks.

An ihre Spitze ſtellt ſich jetzt Lafahette und wartet auf die Berathung der Dreihundert. Dieſe dauerte zu lange für die Ungeduld der unermeßlichen Bevölkerung. Aus den Vorſtädten St. Antoine und St. Marceau ſtrömten immer neue Haufen Bewaffneter herbei, aus an⸗ dern Diſtrieten zog man Kanonen heran. Unter das ſchon entſtandene Murren miſchte ſich unheimliches Ge⸗ ſchrei. Und Lafayette konnte nichts thun! Endlich wollte er auf's Stadthaus gehen, um mit Bailly zu