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blickte ſich ſcheu um, und da er ſich mit dem Officier allein ſah, ſetzte er hinzu:„Unſer guter König... die⸗ ſes wackre Königshaus... Die Ungeheuer!...“
„Wer?“ fragte der Officier.
„Ah, dieſe Commandanten und Orleans...“
Es ſammelt ſich ein Haufen Leute um den Menſchen und das macht ihn ganz wüthend. Er ſetzt ſich die Spitze des Degens auf die Bruſt, als wollte er ſich ermorden. Schwere Gewiſſensbiſſe ſchienen ihn zu quälen.
„Herbei, Duverger,“ rief Miomandre einem Ver⸗ trauten zu und ſuchte den Unglücklichen zu entwaffnen; indeſſen hatte ſich dieſer ſchon eine Wunde beigebracht, ehe ihn Duverger in Empfang nehmen konnte. Der Chaſſeur ward auf die Wache geſchafft und blieb da in völliger Abſpannung liegen, bis ſeine betrunkenen Kame⸗ raden herbeikamen, ihn mit Fußtritten wecken wollten und— nach kurzer Zeit eine Leiche vor ſich hatten.
Es war im Schloſſe ein ſolcher Lärm entſtanden, daß auch die Stadt rege wurde. Indeſſen erkundigt ſich der Oberſt⸗Lieutenant der Nationalgarde perſönlich nach der Urſche einer ſo ungewöhnlichen Bewegung, erhält eine Auskunft, wie man ſie ihm zu geben für gut findet, und beruhigt die Bevölkerung der Stadt, welche ſich auch
bald in ihre Wohnungen begiebt.


