Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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Dauphin mit zufriedenen Mienen den Saal. Hier ent⸗ ſtand nun ſtatt der etwas ausgelaſſenen Fröhlichkeit eine tumultuariſche Luſtigkeit, die zuletzt gar in eine Orgie ausartete. Der Wein ward mit wahrhaft königlicher Freigebigkeit verſchwendet und erhitzte alle Köpfe. Die Muſtk ſpielte den Marſch der Uhlanen und beſonders lange und auffällig das Lied:„O Richard, o mein Kö⸗ nig, ob Dich die Welt verläßt, ich bleib' Dir treu*); die Anwendung war nicht ſchwer zu machen. Zu glei⸗ cher Zeit wurde die Nationalcocarde mit Füßen getreten und überall die weiße Cocarde herumgereicht, welche ſelbſt mehrere Hauptleute der Verſailler Nationalgardiſten an⸗ nahmen.

Eine große Menge der enthuſiasmirten Soldaten, namentlich die welche noch leidlich auf den Füßen ſtehen konnten, gaben der königlichen Familie das Geleite und begingen im Marmorhofe mancherlei Ausſchweifungen. Perceval, Adjutant des Herrn von Eſtaing, erklet⸗ terte den Balcon vor Ludwig's XVI. Gemach, beſchwatzte die innern Poſten der Leibwächter und rief überlaut: „Sie ſind unſer! Man nenne uns künftig nicht anders als königliche Garde!“ Hierauf ſteckte er unter dem

*) 0 Richard, d mon Roi, Punivers t'abandonne etc.

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