Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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als

und ſchien weniger gleichmuthig als gewöhnlich zu ſein. Nach einigen conventionellen Reden machte die Königin ihrem Gemahl den Vorſchlag, daß er ſich mit ihr und dem Dauphin einen Augenblick im Herculesſaale zeige. Ludwig XVI. machte eine bedenkliche Miene, die man ebenſo gut der Ermattung als dem Widerwillen zuſchrei⸗ ben konnte. Seine Gemahlin ſchien darauf Rückſicht zu nehmen und ſchwieg. Aber die Hofdamen drangen ſo lebhaft in das Königspaar, daß endlich der verhängniß⸗ volle Schritt beſchloſſen wurde.

Als die königliche Familie erſchien, ſah ſie den Saal ganz voll Soldaten. Trotz dem ſchritt die Königin mit dem Dauphin an der Hand vorwärts, bis ſie von den ſchon halb berauſchten Zechern bemerkt wurde. Nun ent⸗

ſtand ein gewaltiges Freudengeſchrei, das nicht enden zu

wollen ſchien. Da nahm Marie Antoinette ihren

Sohn auf den Arm und ging unter dem lebhafteſten Beifallklatſchen mit ihm um die Tafel herum. Die Gar⸗ des du Corps und die Grenadiere, kurz alle Soldaten hatten ſich von ihren Sitzen erhoben, zogen die ſchlugen damit über ihren Häuptern zuſammen und rie⸗ fen ohne Unterlaß:Es lebe der König! Es lebe die Königin! Es lebe der Dauphin!

Das Königspaar verneigte ſich und verließ nebſt dem

Degen,