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Hals unterſuchen zu laſſen, woran ich Verletzungen habe,“ antwortete Bernard.
„Mich unter die geſchickten Wundärzte zu rechnen, kommt mir nicht in den Sinn; aber was meine geringe Kenntniß vermag, das ſteht Ihnen zu Dienſten. Zeigen Sie doch!“
Bernard entblößte den Hals.
„Ah!“ rief der Famulus Cottin,„man hat Sie, wie es ſcheint, mit einem ſtumpfen Werkzeuge verwundet.“
„Freilich wohl,“ ſagte A ubry,„nämlich mit einem Stricke.“
„Man hat Sie laterniſtren wollen!“ rief der Famulus entſetzt.
„Wenigſtens erwürgen,“ ſagte Bernard;„wie fin⸗ den Sie dieſe Quetſchung?“
„Ich habe ſie noch nicht gehörig unterſucht... War⸗ ten Sie... Ah! die ganze Epidermis iſt an der linken Seite weg... Thut es weh, wenn ich ſo drücke?“
„Unterſuchen Sie nur!“ ſagte Bernard die Zähne zuſammenbeißend.
„Einige Halsmuskeln haben Schaden gelitten, doch ſind nur geringe Blutgefäße zerriſſen... Die Verwun⸗ dung hat keine Gefahr... Frau Barbara! Frau Barbara!“
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