N
A
— 81—
„Dieſe Wohnung?“
„Straße St. Honoré, No. 5.“
„Und der Brief, welchen ich durch Borel erhielt, der ſie nach der Barrière d'Enfer geleiten wollte?“
„Ah, was Borel betrifft, ſo hat er noch die ganze Nacht mit dem Transport der Brigands zu thun, deren man habhaft geworden iſt. Er muß etwas mehr thun als Andre, weil ihm die Patrioten wegen ſeiner früheren Geſinnungen noch nicht recht trauen. Darum beauftragte er mich...“
„Hören Sie? Was iſt da für ein Geräuſch?“ fragte Bernard ſtehen bleibend.
„Es iſt nichts,“ antwortete Aubry ihn fortziehend; „die Seine befindet ſich über unſern Häuptern und läßt etwas Waſſer durch die Decke träufeln; Andre ſagen, es wäre nur ein Straßenbrunnen. Mag es aber ſein was es will, die Pilaſter und die Menge der Stitzen laſſen das Gewölbe nicht einfallen...
„Ich höre aber ein Flüſtern von Menſchenſtim⸗ men..
„Ha, ha, ha! Das hat mich oft genug getäuſcht,“ erwiederte Aubry lachend;„da denke ich immer noch an eine Scene meiner erſten Jugend, wo mich ein ſolches
Flüſtern bald von Sinnen gebracht hat. Ich war kaum 1789. II. 6


