giment die Stadt im Rücken, ſo brach der Aufſtand mit 4 neuer Wuth aus. Das Volk ſtürzt mit einer Schnellig⸗
keit, woran alle menſchliche Berechnungen zu Schanden werden, nach der Citadelle, dringt in dieſelbe ein, ergreift. den Herrn von Belzunce und ſchleppt ihn trotz allem Widerſtande der Nationalgarde auf den Platz vor dem 3 Stadthauſe. Die ganze Municipalität begab ſich an Ort d und Stelle und ſuchte den Unglücklichen zu retten; allein d vor ihren Augen ward er mit Kolbenſchlägen getödtet.
Gräßlich ging es auch in Straßburg her. Hier h herrſchten noch einigermaßen deutſche Sitten. Die Bür⸗ d gerſchaft war lange durch eine ariſtokratiſche Municipalität g und eine ſtarke Garniſon niedergehalten worden. Als es H bei der Landtagswahl etwas lebendig geworden war, hatten G
zwar die erſchreckten Vornehmen etwas klein zugegeben,
aber bei den Streitigkeiten und den langſamen Verhand⸗
lungen der Nationalverſammlung auch die Saiten gleich
wieder ſtraffer angezogen. Jetzt kam die Nachricht von
der miniſteriellen Verſchwörung, dem Aufſtand in Paris me und dem Schritt des Königs bei den Reichsſtänden nach Straßburg und erzeugte daſelbſt die gewaltigſte Aufre⸗ kör
gung. Schon in der Nacht vom 20. Juli wurden alle an
Häuſer illuminirt und die unerleuchteten Fenſter mit Stei⸗ Se ½
nen eingeworfen. Die verſammelten Volkshaufen zogen vor An


