Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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dieſem Exceß verleitet. Das Volk ruft zu den Waffen und ſchreit nach Rache. Erſchrocken flieht das Regiment Bourbon in ſeine Caſernen; aber beim Einbruch der Nacht rücken ſte wieder aus und wollen ſich der Brücke von Vaucelles bemächtigen. Da giebt die Schildwache der Nationalgarde Feuer und ſchreit:Zu den Waffen! Einen Augenblick darauf ſtrömt die Bürgerſchaft zuſam⸗ men, die Sturmglocke tönt und ſelbſt die Bewohner der nahen Dörfer erſcheinen mit ihren Senſen und Dreſch⸗ flegeln. Um Mitternacht iſt das Stadtviertel mit den Caſernen von 20,000 M. eingeſchloſſen. Die Municipal⸗ beamten wollen das Blutvergießen verhüten und laſſen ſich mit der Garniſon in Unterhandlungen ein. Bel⸗ zunce betheuert ſeine Unſchuld und will ſie auf dem Stadthauſe beweiſen, nur bittet er, daß man ſeinem Re⸗ gimente Geiſeln gebe. Dieſe werden wirklich gegeben und der Major wird von der Nationalgarde auf's Rath⸗ haus geführt. Unterdeſſen trifft vom Commandanten der Provinz(dem Herrn von Harcourt) der Befehl ein, daß das Regiment ſich aus der Stadt begeben ſoll, wo⸗ durch die Ruhe leicht wiederhergeſtellt werden möge. Auch kehrte in der That alles zu friedlichern Geſinnungen zu⸗ rück, ſo daß ſelbſt die Geiſeln der Bürgerſchaft unbe⸗ denklich zurückgegeben wurden. Aber kaum hatte das Re⸗

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