Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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Eben dieſen, fuhr Lafayette fort,eben dieſen ſoll jetzt der Proceß gemacht worden! Ich flehe Sie auf meinen Knien an, laſſen Sie dem Geſetze ſeinen Lauf! Der Mann, welcher gerichtet werden ſoll, hat acht leben⸗ dige Kinder, welche insgeſammt um Rache ſchreien wür⸗ den, wenn ihr Vater ohne Urtel und Recht um ſein Leben käme, welche...

Ohne Recht! ſchrie eine heiſere Stimme.

Für die Kinder werden wir ſorgen, rief eine andre.

Wenn ſte nicht ſind wie der Vater! krächzte eine dritte.

Ah, nichts da mit Kindereien! erſcholl es wieder, und nach dieſen Worten brach ein Tumult aus, daß La⸗ fayette nicht weiter gehört wurde.

An die Laterne! An die Laterne! dies konnte man unter dem Getöſe noch am deutlichſten vernehmen.

Zornglühend war der Generalcommandant der Pariſer Nationalgarde, dieſer ſo wackre Mann der geſetzlichen Frei⸗ heit, in den Saal der Wähler zurückgekehrt. Nach kurzer Berathung mit dem Ausſchuſſe raffte er alles zuſammen, was er von Nationalgarde bei der Hand hatte, ließ den bebenden Berthier in deren Mitte ſtellen und die Treppe hinabführen, um ihn nach der Abtei geleiten zu laſſen. Kaum aber war der Zug über die Schwelle des Stadt⸗