Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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Da ward der arme Gefangene ſtarr vor Schrecken. Er erbleichte und ſeine Augen verloren allen Glanz.

Seiner Sinne nicht mehr mächtig und wie wahnſinnig verzog er ſein Geſicht zum Lächeln.

Durch dieſes Lächeln noch wüthender geworden, ſtieß

man ihm das blutige Haupt in's Geſicht und ſchrie:

Küſſe, küſſe Deinen Schwiegervater! Er war viel⸗ leicht noch mehr werth als Du, grauſamer Unhold!

Ah, meine Freunde, ſagte La Riviére,entfernt dieſen Anblick von einem Manne, deſſen Schuld erſt be⸗ wieſen werden wird! Ihr müßt den Männern vertrauen, die Ihr ſelbſt gewählt habt, oder Ihr müßt andre wählen.

Dieſe Worte machten Eindruck; die Pike verſchwand; man kam ohne weitern Aufenthalt in den Saal der Wähler.

Hier war durch außerordentliche Vorſichtsmaßregeln dafür geſorgt, daß ein ordentliches Verhör vorgenommen werden konnte. Man fragte den Gefangenen zunüchſt im allgemeinen über ſein Benehmen und ſeine Abſichten.

Mein Benehmen iſt offenkundig, antwortete er mit Würde(denn er hatte ſich einigermaßen erholt),und meine Abſichten waren keine andern als die mi ſchriebenen.

Die vorgeſchriebenen?

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