Armen.“ 1
„Er hat das Blut der Wittwen und Waiſen ge⸗ ſoffen.“
„Er hat den König betrogen.“
„Er hat das Vaterland verrathen.“
Ja, wären dieſe Anklagen ordentlich vor Gericht an⸗ gebracht worden, er hätte ſie durch ſeine Klugheit zu ent⸗ kräften hoffen dürfen; aber daß ſie unter dem wüthenden Pöbel erhoben wurden, das war ihm höchſt unangenehm. Indeſſen ging der Zug unter Bedeckung von 500 bewaff⸗ neten Reitern und wohl ebenſo viel Infanteriſten immer weiter. Lorbeerbekränzte Bürger gingen an den Seiten des Wagens und Frauen tanzten nach den Tönen der Militärmuſtk daher; aber dieſe Bürger blickten wie Raͤcher und die Frauen geberdeten ſich wie Furien.
Je näher der unheilverkündende Zug dem Stadthauſe kam, deſto unheimlicher ward es dem Intendanten. Plötz⸗
lich ward ihm auf einer Pike ein blutiges Haupt mit
einem Bündel Heu im Munde vor das Geſicht gehalten. Berthier fuhr zurück, ohne es zu erkennen.
1„Es iſt der Kopf Deines ſchönen Schwiegervaters!“ rief man ihm zu;„der Deinige ſoll bald ſeine Stelle einnehmen!“
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„Er war der Sklav der Reichen und der Thrann der


