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Und nun entſtand ein dumpfes Murren, welches immer mehr anwuchs, bis es zum Löwengebrüll wurde. Die Wüthendſten machen ſich Platz, werfen ſich auf die Wache des Stadthauſes, überwältigen ſie, dringen in den Verſammlungsſaal und reißen den bebenden Foulon aus den Armen der Wähler, welche ſich der Gewaltthat vergeblich widerſetzen. Jetzt nimmt Lafahette noch das Wort.
„Gewiß, Bürger,“ ruft er mit lauter Stimme,„ich tadle nicht Ihren Zorn, Ihre Entrüſtung gegen dieſen Mann; ich habe ihn nie geachtet; ich habe ihn ſtets als einen großen Verbrecher angeſehen, für den keine Strafe zu hart ſein kann. Sie wollen daß er geſtraft werde; wir wollen es auch, und er wird beſtraft werden. Allein er hat Mitſchuldige, und die müſſen wir kennen lernen. Ich laſſe ihn eben nach der Abtei St. Germain abführen und dort wird ihm der Proceß gemacht, dort wird er nach dem Geſetz zu einem ehrloſen Tode verurtheilt wer⸗ den, den er nur zu ſehr verdient hat.“
Dieſe Rede war vom Volke verſtanden und mit all⸗ gemeinem Beifallsklatſchen angehört worden. Da kommt dem armen Foulon der unſelige Gedanke, gleichfalls in die Hände zu klatſchen.


