Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Souveräns vereinigt. Das Volk aber antwortete trun⸗ ken vor Luſt:Es lebe die Nation und die Freiheit! Es lebe der König und Herr Necker! Es lebe unſer König, unſer Freund, unſer Vater!

Auch der Fürſt war wie umgewandelt; er lächelte jedermann an und war ebenſo fröhlich als er bei ſeiner Ankunft traurig geſchienen hatte. Die bewaffneten Bür⸗ ger kehrten zum Zeichen des Friedens ihre Waffen um. In Séve erwarteten ihn alle ſeine Gardes du Corps, um ihn in gewohnter Art zu bedienen. Als ſie ihn kommen ſahen, liefen ſie haſtig den Berg hinab und nur wenige jagten nach Verſailles, um im Schloſſe die Rück⸗ kehr des Königs anzumelden. Die Königin, welche ihren Gemahl nicht lebendig wiederzuſehen gehofft hatte, eilte ihm mit dem Dauphin auf dem Arme entgegen und ſtürzte vor Freude weinend in ſeine Arme.

Wie man ſieht, waren die nächſten Wünſche des Volks gewährt. Allein die Auswanderung hatte begon⸗ nen. Schon ſeit drei Tagen flohen die Großen, die Mi⸗ niſter, deren Günſtlinge und Agenten zitternd aus einem Reiche, das ſie ihrem Stolze, ihren grauſamen Beſtrebun⸗ gen hatten opfern wollen. Der 71jährige Marſchall von Broglie, welcher ſeit ſeinen erſten Jünglingsjahren Kriegsruhm eingeſammelt und im ſtebenjährigen Kriege

te