ſchiren der Patrouillen und Compagnien der National⸗ Garde, durch das Getön der Sturmglocken und den be⸗ ſtändigen Ruf:„Geht nicht zu Bette, Bürger! Sorgt für die Lämpchen, denn wir müſſen dieſe Nacht hell ſehen!“ Alle Straßen ſind verbarrieadirt und mit Grä⸗ ben durchfurcht, um die feindliche Cavalerie zu hemmen; die Fenſter ſtehen überall offen, damit ſogleich Steine und Meubles auf die Feinde herabgeſchleudert werden können, wenn er in der Stadt zu erſcheinen wagt.
Wir ſehen, daß ſich die Stadt Paris auf den ſchlimmſten Fall gefaßt gemacht hat. Waren ihre Be⸗ ſorgniſſe aber nicht übertrieben? Kämpfte man nicht et⸗ wa gegen eine Art von Windmühlen? Wir können uns glücklicherweiſe im feindlichen Lager umſehen, was die Pariſer in jener Schreckensnacht nicht ſo gut vermochten.
Als die erſte Nachricht von der Erſtürmung der Ba⸗ ſtille zu den Ariſtokraten nach Verſailles kam, ward ſie als eins von den vielen Mährchen betrachtet, welche man erfand, um die Vornehmen zur Nachgiebigkeit zu ſtim⸗ men. In ihren Augen war die Baſtille gar nicht zu erobern, wenn der Commandant ſeine Pflicht that. Erſt als mehrere Couriere mit verhängtem Zügel in Verſailles eintrafen, konnte man ſich entſchließen an die Wirklich⸗ keit der Kataſtrophe zu glauben.


