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man durch Courszettel, wonach die Papiere ſeit Necker's Entlaſſung ſtufenweiſe immer höher gegangen waren.
Wußte man am Abend des 14. Juli in Paris auch nicht gerade dieſe Einzelheiten, ſo war doch das Verfahren der königlichen Umgebung hinlänglich bekannt. Daher glaubte man Urſache zu haben das Aeußerſte zu fürchten; auf einen ſtürmiſchen Tag verſah ſich jedermann einer ebenſo ſtürmiſchen Nacht.
Als es zu dunkeln begann, hieß es auf einmal, der Feind ſei vor den Thoren von Paris, man habe ihn an der Barriére d'Enfer geſehen. Sogleich eilen unter Lei⸗ tung der franzöſiſchen Garden und mit einigem Geſchütz verſehen 1500 Bürger nach dem bezeichneten Orte, geben einige Musquetenſalven und— die feindlichen Truppen verſchwinden in der Dunkelheit der Nacht.
Augenblicklich ſind alle erſten Etagen erleuchtet. Frauen, Greiſe und Kinder bewachen den häuslichen Herd, wäh⸗ rend ſich alle waffenfähige Bürger auf die Sammel⸗ plätze begeben. Um Mitternacht ertönt durch alle Straßen das Geſchrei:„Zu den Waffen! Der Feind iſt in den Vorſtaͤdten!“ Es war ein blinder Lärm, aber man wußte doch, daß die Hauptſtadt von 30,000 Soldaten bedroht wurde, und gab ſich keinen Augenblick der Ruhe hin. Die Stille der Nacht wird unterbrochen durch das Mar⸗


