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Auf der Straße ſuchte er ſich mit ſeiner Escorte ganz zu umgeben, um den neugierigen Blicken des aufgebrach⸗ ten Volks zu entgehen. Schon war er ſo bis über den Gréève⸗Platz und bis an die Ecke des Quai Pelletier gekommen, als ein junger Unbekannter mit dem Blick eines Wuthenden die Escorte durchbricht, dem ſchon wie⸗ der etwas ruhiger gewordenen Fleſſelles ein Piſtol perpendiculär auf den Kopf ſetzt und ihm zuruft:
„Bis hierher, Verräther, und nicht weiter!“
Bei dieſen Worten drückt er ab, Fleſſelles taumelt zu Boden und ſogleich wird ſein Leichnam von Säbel⸗ hieben und Bajonettſtichen zerfleiſcht. Man ſchneidet ihm den Kopf ab und trägt ihn gleich dem ſeines Mitſchul⸗ digen aus der Baſtille auf einer Pike im Triumph durch die Straßen von Paris.
Mit Fleſſelles war einer der gefährlichſten Volks⸗ feinde gefallen, das wußte man und drückte ſeine Freude durch Geſänge und wildes Geſchrei aus. Dennoch ver⸗ barg man ſich nicht, daß noch Feinde genug zu bekäm⸗ pfen übrig waren. Ein gewaltiger Volkshaufen durch⸗ ſuchte alle Schlupfwinkel, um Beſenval zu finden und ihm ſeinen Lohn zu geben, den er ebenſo gut verdient zu haben ſchien als Fleſſelles. Allein nirgends war er zu finden; er hatte ſich unter irgend einer Verkleidung


