„An de Launoy. Ich halte die Pariſer mit Co⸗ carden und Verſprechungen hin. Bleiben Sie nur bis zum Abend ſtandhaft und Sie ſollen Verſtärkung erhal⸗ ten. Fleſſelles.“
Nach Anhörung dieſer Zeilen iſt es mit der Stand⸗ haftigkeit des Vorſtands der Kaufleute am Ende. Er verſucht einige Worte zu ſtammeln, aber es gelingt ihm nicht. Einige Wähler erbarmen ſich ſeiner und ſuchen die Abſcheulichkeit ſeines Verbrechens zu bemänteln. Sie werden nicht angehört. Aber eine Stimme aus dem Volke verſchafft ſich Gehör:
„Gehen Sie, Herr von Fleſſelles; Sie ſind ein Verräther!“
„Ich ſehe wohl,“ antwortet der Prévöôt todtenbleich, „daß ich Ihnen nicht mehr anſtehe; ich ziehe mich zu⸗ rück.“
Nach dieſen Worten ging er wirklich aus dem Saale und die Stadthaustreppe hinab; aber er ward von meh⸗ rern Perſonen begleitet, die ihn beobachten ſollten. Dieſe Begleiter mochten ihm etwas unheimlich vorkommen; er ſagte zu ihnen noch auf der Treppe:
„Meine Herren, zu Hauſe bei mir werden Sie ſehen, welche Gründe ich gehabt habe... ich werde Ihnen
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das alles in meiner Wohnung auseinanderſetzen.


