Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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Ketten gebeugten Sklaven gehalten wurde. Dieſe für den Ort ſo gut paſſende Zierde hatte der Miniſter Sar⸗ tine machen laſſen. Als die Bürger das Zifferblatt mit ſeinen gekrümmten Stützen ſahen, warfen ſie ſo lange mit Steinen danach, bis nichts mehr davon übrig war.

In die Kerker unten, die alle mit zwei⸗ und dreifa⸗ chen Eiſenthüren verſchloſſen waren, hatte man immer

noch nicht eindringen können. Ein Theil der Stürmen⸗

den ſuchte nach den Schlüſſeln.

Unterdeſſen ward in den obern Zimmern ausgeräumt. Gold, Silber und Archive, Documente und Regiſter wur⸗ den fortgeſchleppt oder von den Thürmen herab in die Gräben und Höfe geworfen. Eine Maſſe Ketten und alte Waffen von abenteuerlicher Geſtalt kommen zum Vorſchein. Feſſeln, durch das tägliche Reiben ganz ab⸗ geſcheuert, eine alte eiſerne Rüſtung, worin ein Menſch in ewiger Unbeweglichkeit gehalten werden konnte, ſchleppt man an's Tageslicht. Den Gebrauch andrer nicht weni⸗ ger ſchrecklichen Maſchinen kann man ſich gar nicht erklä⸗ ren. Jedermann trägt etwas aus der furchtbaren Feſte hinweg, welche ſo lange geſchreckt hatte, aber zur Ehre der Baſtillenſtürmer ſei es geſagt, noch an demſelben und die folgenden Tage lieferte jedermann ſeine Beute im Di⸗ ſtrict oder auf dem Stadthauſe ab.