lebendig kommt er endlich in den Saal und wird von zwanzig Bewaffneten nach dem Bureau der Wähler hin⸗ gedrängt. Herr de la Salle, der ihn kennt, ſtreckt ihm die Arme entgegen, gleich aber fühlt er eine Menge Ba⸗ jonette auf ſeiner Bruſt. Er bittet die Ankömmlinge ihre Beute loszulaſſen und die Bajonette von ſeiner eignen Bruſt zurückzuziehen; man werde ſchon jedermann Gerech⸗ tigkeit widerfahren laſſen. Madame Montbarry ver⸗ einigt ihre Thränen mit ſeinen Bitten, und die Wüthen⸗ den laſſen einen Augenblick in ihrem Angriffe nach. Die⸗ ſen Moment ergreift de la Salle, faßt ſeinen Freund mit ſtarkem Arm, zieht ihn an ſich und deckt ihn mit ſeinem eignen Körper. Dieſer Theatercoup machte Ein⸗ druck. Das Rachegebrüll verwandelte ſich in Beifalls⸗ geſchrei; man klatſchte lachend in die Hände.
Auf einen erhöhten Stand neben dem Büreau der Wähler hatte man den wackern Elie geſetzt, um dadurch ſeine Bürgertugend zu feiern. Mehrere Gefangene ſtreck⸗ ten ihre Hände nach ihm aus und flehten ihn um ſeinen Beiſtand an. Auch mehrere Knaben, die man aus der Baſtille gefangen hergeführt hatte, befanden ſich unter den Vajonetten der Bürger und riefen den Namen Elie. Da ſagte dieſer plötzlich:
„Gnade, Gnade den Kindern!“


