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wankte und in ein Haus gebracht werden mußte. Selbſt der ſtarke kräftige Hullin konnte dem gewaltigen Andrän⸗ gen des Haufens nicht mehr widerſtehen; außer Athem und ganz entkräftet mußte er den Gefangenen verlaſſen, um einen Augenblick auszuruhen. Da ward de Lau noy vom Volk erfaßt, wüthend hin und her geriſſen, geſtoßen und geſchlagen.
„Ach, meine Freunde,“ ſchrie er entſetzt,„tödtet mich ſogleich! Laßt mich nicht ſo lange leiden!“
„Schön,“ ſagte ein ſtämmiger Fleiſcher,„Deine Bitte ſei Dir gewährt!“
Bei dieſen Worten faßte er ihn am Halſe und würgte ihn, während Andre ihm den Kopf zerdraſchen. Einige Augenblicke darauf erhob ſich Hullin aus ſeiner Er⸗ mattung, um den Gefangenen wieder zu übernehmen, aber zu ſeinem Schrecken ſah er in geringer Entfernung vom Stadthauſe de Launoy's Kopf auf einer Pike und hörte das Geſchrei des Volks:
„So muß es allen Verräthern gehen!“
Hullin ſank wieder auf ſeinen Stein an einem Hauſe zurück. Als er ſich abermals erholt, bringt ein wüthen⸗ der Volkshaufe einen andern Officier der Baſtille ge⸗ ſchleppt. Es iſt der menſchenfreundliche, der tugendhafte
2 83 2 8: v.. de Losmes, welcher ſchon längſt nicht mehr in der


