Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

A

169

blicklich hatte er hinter dem Thorflügel die von ſeiner Braut mitgebrachten Kleider übergezogen und war mit ihr außerhalb der Baſtille.

Hier lief jedoch nicht alles ſo friedlich aus als es den Anſchein gehabt hatte. Während die Beſatzung mit den Bürgern fraterniſirte, ſchoſſen ein paar Poſten auf der Plateform nach dem Thore hin, weil ſie ihre Nieder⸗ lage noch nicht kannten, und reizten das Volk dadurch zur heftigſten Wuth. Man ſtürzt ſich über die Invaliden her und macht ſogar einen derſelben nieder, weil er ſich zu wehren ſchien. Der unglückliche Béquart, welcher den ganzen Tag keine Flinte losgeſchoſſen und ſich um die Stadt Paris ſo verdient gemacht hatte, indem er den Gouverneur verhinderte die Baſtille in die Luft zu ſprengen, dieſer wackre Unterofficier wird von zwei Sä⸗ belſtreichen verwundet und man haut ihm eine Hand ab. Hierauf ergreift man den blutenden Menſchen nebſt ſei⸗ nem Nachbar Aſſelin und ſchleppt beide nach dem Gréve⸗Platz, während man die Hand, welcher ſo viele Bürger ihr Leben verdanken, im Triumph durch alle Straßen trägt. Das Volk hält ihn und ſeinen Unglücks⸗ genoſſen für Kanoniere und hängt dieſe Opfer eines ver⸗ hängnißvollen Irrthums an e

inen improviſtrten Galgen. Man nimmt alle Officiere

des Generalſtabs gefangen,