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Boden geſtreckt worden wäre, wenn er nicht ausgebeugt hätte.
„Ungethüm!“ ſchrie Bernard dagegen, ihn bei dem Halſe faſſend, daß er braun im Geſicht wurde;„heim⸗ tückiſches Ungeheuer, wo haſt Du Charlotte Vanner verſchloſſen?“
„Laßt mich los,“ krächzte der halb Erdroſſelte,„dann will ich's Euch ſagen.“
„Gut denn,“ ſagte Bernard ihn lockerer faſſend, „wo iſt ſte?“
„Bereits vor ein paar Stunden iſt ſie aus der Ba⸗ ſtille entſprungen; ſie ſollte transportirt werden, damit ſie beim etwaigen Falle der Baſtille nicht hier gefunden würde... Aber ſo laßt mich doch los...“
„Geh, Schuft!“ ſagte Bernard kalt und gab ihm zum Abſchied noch einen heftigen Tritt mit dem Fuße. Der Schließer warf ihm einen wüthenden, vernichtenden Blick zu und verſchwand wieder.
Vor dem Thore auf der kleinen Zugbrücke war die Ungeduld der Harrenden auf's höchſte geſtiegen. Ber⸗
nard fragte durch das Thor hinter der Zugbrücke, was man wollte.
„Man ſoll die Baſtille übergeben!“ lautete die Ant⸗ wort.


