Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

165 Entfernung nicht leſen konnte. Er ſchrie nochmals aus Leibeskräften:

Man verſpreche nur die Beſatzung nicht niederzu⸗ machen, und ſie wird ſich ergeben!

Jetzt wird ein Bret übergelegt und ein Unbekannter wagt ſich darauf, um den Zettel zu nehmen. Aber in dieſem Augenblicke trifft ihn eine Flintenkugel, er thut einen gewaltigen Fall in den Graben hinab und wird zerſchmettert.

Ohne über das Schickſal dieſes Armen zu erſchrecken, ſtellt ſich ein Zweiter dar und beginnt auf dem ſchmalen Brete hinzugehen. Es iſt der junge Maillard, der Sohn eines Gerichtsdieners aus dem Chaͤtelet, welcher ſchon beim Beginn des Kampfes äußerſt thätig geweſen war. Er gelangt an's Ziel, ergreift das Papier und händigt es dem wackern Hullin ein, welcher mit lauter Stimme lieſ't:

Wir capituliren! Nehmen Sie aber die Capitula⸗ tion nicht an, ſo ſollen Sie wiſſen, daß wir 20,000 Pfund Pulver haben, womit wir uns und das ganze Stadviertel in die Luft ſprengen können.

Bei Officiersehre! rief Hullin,wir nehmen die Capitulation an! Laßt die Brücke nieder!

Dieſe Worte vernimmt das Volk und ſchreit heftig: