Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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machen, und ſie unter den Trümmern der Baſtille zu be⸗ graben!

Wir ſind verſchiedener Anſicht, Herr Gouverneur, ſagten die Invaliden ruhig;da aber nun ein längerer Widerſtand unmöglich iſt, ſo muß man die Trommel rühren, die weiße Fahne aufpflanzen und capituliren.

Verfluchte Feiglinge! brummte de Launoy für ſich hin und ging in's Innere des nächſten Gebäudes.

Jetzt ſchlägt man die Chamade und pflanzt die weiße Fahne auf dem Thurme de la Baziniére auf. Aber es iſt zu ſpät; das Volk, von der Treuloſigkeit des Gou⸗ verneurs überzeugt, welcher auf die Deputation hatte feuern laſſen, erblickt in dieſem Friedenszeichen eine neue Schlinge, rückt deſto herzhafter vor und gelangt bis an die Brücke des innern Hofes.

Hier ſtand Bernard, welcher ſtets nur blind ge⸗ ſchoſſen hatte. Er benutzt die Schießſcharte neben der Zugbrücke, um den Anſtürmenden zuzurufen:

Die Feſte ſoll übergeben werden! Laſſen Sie uns mit allen kriegeriſchen Ehren abziehen!

Nein, nein! ſchrie man zurück.

Und es entſtand wieder ein ſolcher Lärm, daß man die Vorſchläge des Schweizers nicht verſtand. Er hing einen Zettel hinaus, deſſen Schrift man aber wegen der