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innern Hofe, ergreift die Lunte und ſtürzt d
amit nach
der Pulverkammer, um das Schloß mit allem Volk in die Luft zu ſprengen. Aber der Unteroffieier Ferrand, welcher dort die Wache hat, ſetzt ihm das Bajonett auf die Bruſt und treibt ihn wie einen Wahnſinnigen fort. De Launoy läuft nach dem Thurm de la Liberté, wo eine Menge des in der Nacht zum 13ten herbeigeſchlepp⸗ ten Pulvers lag. Hier nöthigt ihn der Unterofficier Be⸗ Juart zum Rückzuge und verhindert gleich dem unver⸗ zagten Ferrand eine Handlung des Wahnſinns, durch welche tauſende von Bürgern, die Baſtille, die benach⸗ barten Häuſer und ein Theil der Vorſtadt St. Antoine in die Luft geflogen wären. Von dieſem ſogenannten Freiheitsthurme aus ſprang der Gouverneur zur Garniſon hin und ſagte barſch: „Kameraden! Sprengen wir uns in die Luft! Iſt es nicht beſſer als uns von einem wüthenden Volke er⸗ würgen laſſen, dem wir nicht mehr entgehen können?“ „Wir wollen lieber allein ſterben als eine ſolche Menge unſrer Mitbürger mit in's Verderben ſtürzen!“ „Nein, nein,“ brüllte der Gouverneur,„wenn wir einmal ſterben müſſen, ſo iſt es beſſer auf die Thürme ſteigen, den Feinden unſern Tod verhängnißvoll zu 11


