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ihre Flinten ab. Beſonders verderblich war das Feuer, welches die Schweizer an der großen Zugbrücke unterhiel⸗ ten; ſie hatten nämlich ein Loch durch die Brücke gemacht und ein Wallgeſchütz hindurchgeſteckt, welches allein mehr Belagerer wegraffte als alle übrigen Artillerie- und Mus⸗ ketenſchüſſe zuſammen.
Waͤhrend die angezündeten Gebäude immer mehr in Brand geriethen, ſah man ein Detachement franzöſiſcher Garden im Hofe erſcheinen. Es waren meiſtens Grena⸗ diere von Ruffeville und Füſtliers von der Compagnie Luberſac unter dem Commando des Sergent⸗Major Wargnier und des Sergeanten Labarthe. Mit den Garden traf zugleich eine zahlreiche Truppe von Bürgern unter Hulin's Befehlen ein, dem ſie die Ehre des Com⸗ mando's einſtimmig übertragen hatten und der auch dieſe Ehre verdiente, denn er hatte die franzöſtſche Garde zum Marſch nach der Baſtille beſtimmt.„Meine Freunde,“ hatte er zu ihnen geſagt,„Ihr ſeid Bürger! Eilen wir nach der Baſtille! Man erwürgt dort unſre Freunde, unſre Brüder! Es liegt uns ob das Vaterland zu rächen, Verräther zu beſtrafen; können wir am Siege zweifeln?“ Nach dieſen Worten war er vorwärts geſchritten und das anweſende Corps der Garden ihm mit drei Kanonen ge⸗ folgt, zu denen jetzt am Arſenal noch zwei andre ſtießen.


