Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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die Kugeln der Schweizer ſchonten nicht. Frauen eilten ihren verwundeten Gatten zu Hülfe und wurden ſelbſt verwundet. Ein Namensvetter unſeres Bernard, wel⸗ cher zum fünften Male vordrang, ward mit 32 Kartätſchen⸗ kugeln auf einmal durchbohrt. Nicht weit von ihm lud ein Buͤrger, welcher ſchon ſeit faſt einer Stunde geſchoſſen hatte, ſein Gewehr auf's neue, als er von einem Thurme herab in die Bruſt geſchoſſen wurde. Er wankte, man fing ihn auf.Ich ſterbe, meine Freunde, ſagte er mit ſchwacher Stimme;aber haltet nur Stand, Ihr werdet die Baſtille einnehmen! Es waren ſeine letzten Worte. Trotz dem heftigen Feuer der Beſatzung ſucht das Volk im Hofe des Gouverneurs vorzudringen und ſich der nächſtfolgenden Zugbrücke zu bemächtigen. Ein ge⸗ wiſſer Maillard ſpornt überall zu Thaten. In hef⸗ tigem Anlauf geben die bewaffneten Bürger Feuer auf die Truppe, welche jedoch mit einer ſo gewaltigen Salve antwortet, daß die Stürmenden in Unordnung zuruück⸗ weichen; einige ſchützen ſich unter dem Gewölbe im Thore de lOrme, andre unter dem beim Eiſengitter, von wo aus ſte nur noch nach der Plateform zu ſchießen vermögen. Etwa eine Stunde hatte der Kampf gedauert, als plötzlich vom Arſenal her Trommelwirbel und ein heftiges Geſchrei ertönte. Zugleich erſcheint eine Anzahl bewaff⸗