Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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chen dieſe Zwingburg ſo lange verbreitet hatte. Die Menge der Stürmenden wächſ't jeden Augenblick. Leute jeden Standes, jedes Alters und Geſchlechts, Officiere, gemeine Soldaten und Weiber, Abbéô's, Handwerker und Schriftſteller, alles zieht bunt durch einander und mei⸗ ſtens unbewaffnet nach der Baſtille. Selbſt an Stutzern fehlt es nicht, deren Halsbinden indeſſen durch die um⸗ laufenden Carricaturen faſt um die Hälfte niedriger ge⸗ worden ſind; ſie lorgnettiren ſtarkfäuſtigen Handwerkern über die Achſel und ſchwingen ihre dicken Stöcke über deren Köpfen. Auch die Pompiers hatten ſich eingeſtellt und zeichneten ſich wie gewöhnlich durch ihren Eifer aus; man wollte ſte auch dazu benutzen, daß ſie die Lunten und das Pulver bei den auf den Thürmen ſtehenden Ka⸗ nonen mit ihren Spritzen benetzten, aber es war ſo hoch, daß der Waſſerſtrahl nur wie ein Staubregen auf die

Thürme niederfiel und keinen Schaden thun konnte. Na⸗

türlich war faſt die ganze Vorſtadt St. Antoine auf dem Platze, da ſie von den Geſchützen der Baſtille zunächſt

edroht wurde. Auch an Landleuten und Fremden fehlte

es nicht; ſo that ſich ein Unterthan des Großherrn, ein junger Grieche, gleich dem vaterlandsliebendſten Fran⸗ zoſen hervor.

An der Zugbrücke ging es übrigens ſchon heiß her;