„Nach der Zugbrücke de l'Avancé die Mannſchaft! Ruft dem Pöbel zu daß er ſich zurückziehe! Munition zu den Seiten des Thores!“ ſchrie de Launoy dem Herrn von der Flühe zu.
Neben der kleinen Zugbrücke war bekanntlich ein Wach⸗ haus, auf deſſen Dach jetzt zwei Männer klettern. Es iſt Louis Tournay, früher Soldat im Regiment Dauphin, und Aubin Bonnem re, ein alter Soldat von Rohal⸗ Comtois. Erſterem gelingt es in den Hof des Gouver⸗ neurs zu kommen, wo er im Wachhauſe die Schlüſſel zur Zugbrücke ſucht. Da er ſie nicht gleich findet, ergreift er eine Art und ſchlägt ſo gewaltig auf die Schlöſſer und Eiſenriegel los, daß die Brücke in ungeheurem Falle niederraſſelt. Die Thore ſind bald eingeſchlagen. Zwei Invaliden machen zwar den Verſuch die letzte Zugbrücke wieder in die Höhe zu winden, aber Tournay und Bonnemre ſchlagen ſte in die Flucht und laſſen die Zugbrücke de lAvancé augenblicklich wieder hinab, ſo daß ſie einen Mann tödtet und einen andern verwundet.
Sowie ſich das Gerücht von dem Angriff auf die Baſtille verbreitet, bei deren Namen man an nichts als Lettres de Cachet, Schmach und Unterdrückung zu denken gewohnt iſt, erhitzen ſich die Gemüther noch mehr, die Kühnheit und die Wuth wird dem Schrecken gleich, wel⸗ 10*


