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war er wieder im Hofe, bald bei dem harrenden Volke, bald auch auf dem Stadthauſe, wo er ſeinen Bericht er⸗ ſtattete.
Kaum hatte ſich de Launoy dieſen unbequemen Ab⸗ geordneten der Bürger vom Halſe geſchafft, ſo wälzte ſich ein Volkshaufe vor das äußere Thor der Baſtille, Waffen und Kriegsbedarf begehrend. Da dieſe Menſchen meiſtens vertheidigungslos waren und keine feindliche Abſicht ver⸗ riethen, ſo ließ der Gouverneur die erſte Zugbrücke nieder, um ſie anzuhören. Die Beherzteſten aus dem Volke tra⸗ ten vor um ihre Worte anzubringen. Sowie ſie aber alle über die Zugbrücke und im erſten Hofe angekommen ſind, wird die Brücke hinter ihnen wieder aufgezogen und zu⸗ gleich eine Artillerie⸗ und Musketenſalve auf die Unglück⸗ lichen gegeben, welche ſich weder vertheidigen noch ent⸗ rinnen können. Das draußen harrende Volk iſt empört über eine ſo feige Verrätherei, ſchickt augenblicklich nach dem Stadthauſe und fordert Rache für eine ſolche Bar⸗ barei.
Ehe die Abgeordneten noch ihr Ziel erreicht haben, ſtürzt ein ungeheurer Haufe Bewaffneter in die äußern Höfe der Baſtille, ſchwingt ihre Flinten, Säbel und Beile und ruft:„Herunter von den Thürmen mit der Beſatzung! Fort aus der Baſtille! Nieder mit der Baſtille!“
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