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ralſtabs bis auf Louis de Flue, welchen der Gouver⸗ neur fragte:
„Was meinen Sie unter vier Augen von der Sache?“
„Ich meine, daß unſer Schloß zwar nicht ſehr halt⸗ bar iſt, aber durch die Geſinnung ſeiner Vertheidiger zu einer Feſtung erſten Ranges wird.“
„Sind Sie Ihrer Leute gewiß?“
„Wie meiner ſelbſt,“ antwortete de Flue zuverſichtlich.
„Beſenval iſt derſelben Anſicht,“ fuhr de Launoy ſelbſtzufrieden fort; nauch hat er ſeine Mannſchaften in der Nähe, ja Fleſſeles hat ſchon für dieſen Abend Hülfe verſprochen und bis dahin hofft er das Volk mit leeren Verheißungen hinzuhalten.“
„Gewalt muß mit Gewalt vertrieben werden,“ be⸗ merkte de Flue.
„Und Gewalt können wir anwenden, ohne uns ſelbſt dem feindlichen Feuer auszuſetzen, wenn nur— die In⸗ validen zuverläſſig ſind.“
„Die 82 Mann werden von meinen 32 Leuten er⸗ ſchoſſen, wenn ſie eine falſche Miene machen. Meine Burſchen haben es unweigerlich geſchworen.“
„Hoffen wir, daß alles ruhig abgeht,“ ſchloß de Lau⸗ noy,„indeſſen thun wir das Unſrige!“
Nach dieſem kurzen Zwiegeſpräch ging der Schweizer⸗


