Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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waren die Waffen unter den Dom und in andre geheime Behältniſſe geſchafft worden, ſo daß ſich das Volk aber⸗ mals getäuſcht ſah. Doch es wollte ſich genau überzeu⸗ gen, ob man es nicht hinterginge, und durchſtörte alle Winkel des Hotels. Die Suchenden entdeckten zuerſt einen kleinen Theil und endlich in einem finſtern Souter⸗ rain die Hauptniederlage der Waffen. Wüthender ſtürzen ſich verhungerte Tiger nicht auf ihre Beute als die Män⸗ ner des Volks über die Waffenvorräthe des Invaliden⸗ Hotels. Mehrere Bürger wurden erdrückt. Nicht weniger als 28,000 Flinten und 8 Geſchütze nebſt einer unge⸗ heuern Menge von Säbeln, Bajonetten und Piſtolen ſind die Frucht dieſer Expedition.

Herr von Sombreull hatte die Nutzloſigkeit des Widerſtandes ſogleich eingeſehen, da er von der unge⸗ fähren Zahl der Bittſteller Kenntniß erhalten hatte. Er ertheilte daher ſeinen würdigen Veteranen keinen Befehl ſich zur Wehr zu ſetzen, ſondern verweigerte nur ganz einfach die Herausgabe der Schlüſſel, da dies mit der Ehre eines Gouverneurs unvereinbar ſei. Wie wir ge⸗ ſehen haben, wartete man auch nicht auf eine Sinnes⸗ änderung des Gouverneurs.

Ueberall ſieht man neue Legionen Bewaffnete, welche durchgängig mit Staub und Schweiß bedeckt ſind. Aber