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die Luft ſprengen.“ Sogleich befahl er den Stadtwachen ihm 6 Pulverfäßchen zu bringen und in einem Cabinet neben dem allgemeinen Verſammlungsſaale aufzuſtellen. Wie das erſte Fäßchen ankam, erblaßten die Bürger und mehrere verließen ſchleunigſt das Rathhaus.
Wohl zählte die ſeit dem vorigen Abend zuſammen⸗ tretende Nationalgarde bereits an 150,000 Mann, aber die meiſten Gardiſten hatten noch keine Waffen, denn was man den Waffenſchmieden abgenommen hatte, das reichte weder hinter noch vor. Doch tönen ſeit 24 Stun⸗ den alle Amboße der Stadt unter den Hämmern; alles Eiſen wird zu Mordwerkzeugen geſchmiedet; das Blei ſchmilzt in den Keſſeln und wird in Formen gegoſſen; Batterien erheben ſich an den gefährlichſten Poſten; gewetzte Sicheln und Senſen werden an lange Stangen gebunden, ſchwere Keulen und gewichtige Beile von verwegnen Fäu⸗ ſten geſchwungen. Auf allen Straßen, öffentlichen Plä⸗ tzen und Spaziergängen ſteht man Todeswerkzeuge aller Art und Krieger jedes Alters; hier drängt ſich die un⸗ geſtüme Jugend, dort brüllt das drohende Volk; die Maſſe der Bürger wogt neugierig aus den Diſtrieten nach dem Stadthauſe und von da nach den Diſtricten zurück; in allen Verſammlungen herrſcht Ungewißheit, Aufregung,
Mißtrauen und Tumult; im Palais⸗Royal jagt ein ge⸗
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