Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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oder gar als Böswilligkeit und Hinneigung zur Ariſto⸗ kratie ausgelegt; es kam zu einem Wortwechſel und ein erhitzter Handwerksburſche ſchoß ein Piſtol auf den Abbé los. Ein Glück für ihn und die um ihn befindlichen Menſchen ſowie für die über ihren Häuptern verſammel⸗ ten Wähler von Paris, daß der brennende Pfropf nicht in eins der offnen Pulverfäſſer flog, aus denen Lefèvre den Harrenden ihren Theil zumaß. Bald darauf waren ein paar Bürger an der Thür in Streit gerathen und einem derſelben ging aus Verſehen die Flinte los, ſo daß die Kugel über das Pulver hinflog. Nach Einbruch der Nacht ließ aber der Abbé die Ungeſtümen aus dem Saale bringen und hoffte nun Ruhe zu haben. Mitten in der Nacht ertönten an der mit Eiſen beſchlagenen Thür hef⸗ tige Artſchläge. In kurzem war ſie durchlöchert und gab mehrfach Funken an den Nägeln und Bändern. Es half kein Rufen und Warnen Lefévress, die Maſſe der Bür⸗ ger ſtürmte herein und wich erſt nachdem ſie befriedigt war. Noch eine vierte Gefahr, größer als die vorigen, war dem armen Abbé aufbehalten: Bevor die Thür wieder verſchloſſen werden konnte, kam ein betrunkener Bürger in dieſes Pulvermagazin und wollte den noch übrigen Pulvervorrath beſehen. Er hatte aber eine bren⸗ nende Tabakspfeife im Munde. Alles Bitten Lefévre's

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