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haben nämlich die Geſinnungen ihrer Untergebenen völlig durchſchaut und ihnen den Befehl ertheilt ſich in's Lager von St. Denis d. h. auf die Schlachtbank zu begeben. Die Garden weigerten ſich zu marſchiren. Am Hospital Gros⸗Caillou giebt man ihren Kanonieren zu verſtehen, daß ſie nothwendig das Hotel Richelieu bewachen müßten, welches dermalen als Hauptquartier betrachtet werde, und ſowie ſie fort ſind, macht man ſich über ihre Kanonen her, um ſie zu vernageln. Indeſſen waren einige Kanoniere im Hospital geblieben und ſahen die Geſchichte mit an. Sie eilten was ſie konnten nach dem Hotel Richelieu und benachrichtigten ihre Kameraden davon. Da verläßt das ſechſte Bataillon ſeine Caſernen und eilt nach dem Hospital zurück, wo es ſeine Kanonen nimmt und nach ſeinem Poſten auf der Rue Verte bringt. Unterdeſſen war das Schießpulver vom Hofe St. Ni⸗ colas im Triumph nach dem Rathhauſe geſchafft und in einem Saale des Erdgeſchoſſes niedergelegt worden. Es waren 5000 Pfund. Mit der Bewachung und nachheri⸗ gen Vertheilung dieſes den Pariſern ſo dringend nöthigen Schatzes war der Abbé Leféyre beauftragt worden, welcher von Glück zu ſagen hatte, daß er am andern Tage noch lebte. Seine Gewiſſenhaftigkeit bei der Ver⸗ theilung des Pulvers ward von Etlichen als Parteilichkeit


