Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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Jetzt war ſtark davon die Rede nach Verſailles zu marſchiren, um die Verbindung dieſer Stadt mit Paris wieder herzuſtellen; doch unterließ man dies, weil man für die Volksfreunde fürchtete, welche dort allen Schlägen der Ariſtokratie bloß lagen.

Die nächſte Nacht war etwas ruhiger, obwohl kein Erwachſenes ein Auge ſchloß; die Männer ſtanden unter den Waffen und die Frauen ſaßen auf Steinhaufen, die ſte aus den Höfen in ihre Zimmer zuſammengeſchleppt hat⸗ ten, um ſich derſelben gegen etwaige Angreifer, gegen die Tyrannen des Vaterlandes zu bedienen. Was indeſſen ſehr zur Beruhigung beitrug, war die ſchon bei Anbruch der Nacht eintreffende Nachricht, daß die Nationaltruppen und ſelbſt einige fremde Regimenter das Verfahren der franzöſiſchen Garden nachgeahmt und ſich auf die Seite des Volks geſchlagen hätten. Es geſchah dieſe Nacht weiter nichts Bedeutendes als daß man einen Trupp Leute feſtnahm und in's Gefängniß abführte, welche ſich über Diebſtählen hatten ertappen laſſen und meiſtens bei der Plünderung von St. Lazare geweſen waren.

Am andern Morgen(den 13. Juli) tritt alles auf die Straßen, grüßt ſich, erkundigt ſich, erzählt und horcht, Edelleute und Bürger, Reich und Arm beſpricht ſich ſo herzlich, als wäre über Nacht das Geſetz der Stände⸗

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