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„Einen Befehl zum Sturmläuten!“ riefen noch Andre.
„Die Brigands ſengen und brennen in den Straßen, und wir haben keine Waffen uns zu wehren!“ ließ wieder Einer ſeine Stimme erſchallen.
„Wir zünden das Rathhaus an, wenn wir keine Waffen bekommen!“ ſchrie eine Stimme.
Mitten unter dieſem Tumult ſtieg jetzt ein Wähler auf den Tiſch, winkte mit der Hand und ſprach:
„Wir haben dem Thürſchließer befohlen alle Waffen herauszugeben, die ſich etwa im Stadthauſe befinden...“
Auf dieſes Wort ſtürzte die Menge aus dem Saale und ſah ſich nach dem Schließer um. Da ſie ihn aber nicht bemerkte, ſo erbrach ſie alle Thüren, indem immer ſo viele ſtämmige Männer daran rannten, als Platz hat⸗ ten, und kamen endlich in die Niederlage der Waffen für die Stadtwache. Das Gewölbe war augenblicklich ausge⸗ leert, lieferte aber bei weitem nicht genug Waffen. Man ſtürzte wieder in den Saal zurück und drängte die Wäh⸗ ler auf's neue. Dieſe aber kamen ihnen mit dem Beſchluß entgegen, daß für Waffen geſorgt werden, daß aber jede Zuſammenrottung aufhören ſolle; alle guten Bürger wur⸗ den ſchließlich aufgefordert zur Ausführung dieſes Be⸗ ſchluſſes mitzuwirken. Dies geſchah auch auf der Stelle und zwar gar nicht ohne Erfolg. Die guten Bürger


