Häupter des Complotts und ihre Mitſchuldigen der Hoff⸗ nung wieder hingeben zu dürfen.
Verſailles war alſo abgeſperrt und konnte von der Hauptſtadt aus nicht wohl angegriffen werden, da dieſe zumal mit ſich ſelbſt genug zu thun hatte. Die guten Bürger hatten eine doppelte Furcht einmal vor den frem⸗ den Truppen, welche Paris umzingelten, und dann vor den enthuſiaſtiſchen Mitbürgern ſelbſt, die in ihrem Eifer ſchon davon ſprachen, die Paläſte der Ariſtokraten zu verbrennen. Sie liefen wie raſend mit Flinten, Säbeln, Lanzen und Piſtolen bewaffnet durch die Straßen und riefen nach den Fenſtern der großen Häuſer hinauf, daß ſte bald den rothen Hahn darauf ſetzen wollten. In die⸗ ſer Noth kleideten ſich einige Leute von der alten Polizei wie Männer des Volks, ſuchten die Bewegung einiger⸗ maßen zu leiten und retteten wirklich das Hotel Breteuil und den Palaſt Bourbon, die bereits angezündet worden waren. Einen noch glücklichern Gedanken hatte ein ſchlichter Bürger; er ſprang auf eine Bank und rief:
„Wir haben zu unſrer Vertheidigung 200,000 Arme aber keine Anführer. Laßt uns die Wähler zuſammen⸗ rufen und ihren Anordnungen unbedingt Folge leiſten.“
„Ruft die Wahler zuſammen und führt ſie nach dem Rathhauſe!“ ſchrie die ganze Volksmenge.


