Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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war eben die Zugbrücke niedergelaſſen worden vernahm leiſes Pferdegetrappel und ein dump hörbares Rollen, wie das eines fernen

und er

fes, kaum Donners. Bald aber ſah er, was er vor ſich hatte. Es waren vierſpän⸗ nige Kanonen, deren Räder ſowie auch die Hufe der vorgeſpannten Pferde man mit Leinwand umwickelt hatte.

Während dieſer und der folgenden Nacht kamen 18 Geſchütze an, von denen 15 auf die Thürme und 3 in den großen Hof geſchafft wurden. In den Munitions⸗ wagen waren 400 ſogenannte Biscayer d. h. Kugeln von der Größe der Billardbälle, 14 Kiſten voll Kreiſelkugeln

welche die Huͤlſe mitnehmen, 1500 gemeine Kartätſchen⸗

ſchüſſe nebſt einer Unmaſſe andrer Kanonenkugeln. An Pulver wurden von Bernard's Kameraden nach und nach 250 Fäßchen zu je 125 Pfund eingeführt. In der Nacht vom 11.

zum 12. Juli kamen auch noch 48 Fuder Steine und Eiſen

mwerk, die auf die Thürme vertheilt wur⸗ den, damit ſte, falls die Munition ausginge, Stuͤrmenden herabgeſchleudert werden könnten. Die Aufſicht, welche Bernard bei dieſer Importation zu führen hatte, war gleich Null und nicht wenig ver⸗ dächtig. Warum ſollte er ſich nur an den äußern Zug brücken und am äußern Thore aufhalten, während die Waffen und der Schießbedarf im ganzen

auf die

Schloſſe ver⸗