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Bittende geweſen, jetzt wollen ſie die Herren ſpielen. Man wird ſte von dem großen Pferde herunterlangen müſſen, auf welchem ſie ſitzen. Was wiſſen Sie davon?“
„Zu Anfange des Monats Mai baten ſie noch ohne Leidenſchaſtlichkeit und jetzt ſcheinen ſte mit Ungeſtüm befehlen zu wollen— weil die beiden erſten Stände an Zahl nicht ſtärker ſind als der dritte Stand...“
„Das haben wir dem ſpeculativen Kaufmann Necker zu danken... aber das Portefeuille wird wohl auch nicht mit ihm verwachſen ſein... Doch was ſagt man von unſrer Burg?“
„Einige halten ſte für nothwendig, weil ſich der Staat gewiſſer einflußreicher Perſonen zu entledigen habe, die er nicht öffentlich verurtheilen laſſen könne, wenn er eine Empörung oder doch wenigſtens Aufläufe verhüten wolle; Andre ſehen in der Baſtille und in den Lettres de Cachet nur Gewaltſtreiche der Miniſter.“
„Was man auch darin zu ſehen beliebt,“ verſetzte de Launoh mit Achſelzucken,„ſte wird beſtehen... Sollte ſte aber auch vom ganzen Janhagel angegriffen werden, immer werden wir ſie zu vertheidigen verſtehen. Darum wollte ich auch Sie jetzt nicht miſſen, obwohl ſie im Re⸗ giment Salis vor der Stadt nöthig geweſen wären. Ich verlaſſe mich auf Sie und gebe Ihnen hiermit den Auf⸗


