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„Iſt nicht nöthig, ich danke; werde mich morgen frͤh ſchon erholt haben.“ Nun mußte auch ein Borel me
rken, daß ſein Freund „ ggern allein ſein wollte.
Er wünſchte gute Nacht und ging mit den Worten zur Thür hinaus: „Ich hoffe daß Du Dich morgen befindeſt wie ein
Fiſch im Waſſer und daß Du mir Deine Verſailler Aben⸗ teuer erzählſt
Ich ſage Deiner Braut nichts wie⸗ der..
Daß ſich Bernard mit
ſchlimmen Gedanken trug, daß er die Nacht über nur
einen fieberhaften Schlaf hatte, wird den Leſer nicht befremden. Bevor es noch tagte, und ging hinunter in den Hof. Die Pferde des Gouverneurs wieherten in den Ställen, in der Wagenremiſe krähten Hähne, die aus dem Brunnenhofe hierher verſetz
tzt worden waren, und die invaliden Schildwachen ſchritten taktmäßig auf und ab.
Sowie der Tag graute, näherte ſich unſer Bernard dem Wachhauſe am Graben
verließ er ſein Lager, zog ſich an
vor dem Hofe des Gouver⸗ neurs, deſſen Stimme man jenſeit der Zugb
rücke de l'Avancé vernahm.
„Kann ich dem Herrn Gouverneur meine Aufwartung
machen?“ fragte Bernard die Schildwache. „So eben iſt Befehl ertheilt Sie ein
zulaſſen,“ erwie⸗


