Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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ſchickt, welches die Miſſethäter nach den Gefängniſſen ſchaffen ſollte. Die armen Soldaten wurden von allen Seiten gedrängt, geſtoßen und geworfen, bis man ſie ganz und gar überwaͤltigte und ihnen die Gefangenen abnahm. Statt des Wuthgeſchreies erſcholl nun durch die Straßen ein raſendes Triumphgeſchrei.

Bernard ſchritt auf die nahegelegene Baſtille zu. Wie klopfte ihm das Herz! War es Charlotte, welche der unzüchtige Tyrann hatte einkerkern laſſen? Wie konnte er dann hoffen im Schloſſe Zutritt zu erlangen! Und noch dazu mußte der ſcheußliche Leclere ſeinen Rapport erſtattet haben!!

Aber der Verſuch mußte gemacht, nöthigenfalls Liſt oder Gewalt angewendet werden... überzeugen mußte er ſich und wenn ſich ſein ſchrecklicher Argwohn ge⸗ gründet zeigte war zur Rettung der Unglücklichen kein Opfer zu groß.

Unter ſolchen Gedanken war er an's Ziel gekommen. Er rief die Schildwache an und erhielt, nachdem er ſich legitimirt hatte, zu ſeiner größten Verwunderung ſogleich die Erlaubniß zum Eintritt. Ohne den geringſten Aufent⸗ halt erreichte er ſeine Zelle, wo ihn ſein Freund Borel empfing.

Nun, ſagte dieſer,Du biſt lange auf Kundſchaft