Leben gerettet, dem man Briefe an den Advocaten Ro⸗ bespierre abgenommen hatte...“
„Einem Silberdiener der Königin Briefe an Robes⸗ pierre?“ fragte Camille Desmoulins ungläubig.
„Dieſe kaum geheilte Kopfwunde hier und einen grün⸗ gelblichen Flecken auf der Schulter werde ich wohl noch lange als Andenken tragen... Ich ſchließe daraus, daß wirklich ein Complott beſteht, um die Männer der Freiheit auf jede Weiſe zu belauern, zu hemmen oder gar zu be⸗ ſeitigen. Dies wollte ich ſagen, um zu beweiſen, daß ich mit dem vorigen Sprecher einer Anſicht bin... Wie weit aber im Angeſicht der verſammelten Nation die Keck⸗ heit der Staatsdiener geht, davon glaube ich ein Beiſpiel aus dem Schloſſe mittheilen zu können, wohin ich jetzt nicht zurückkehren darf...“
In dieſem Augenblicke hörte man ein heftiges Getöſe auf der Straße; es ſchien das Gebrüll von tauſend wü⸗ thenden Menſchen zu ſein. Augenblicklich war die Wein⸗ ſchenke leer.
Bernard drängte ſich bis mitten in die Volkshaufen und erfuhr bald, daß man mehrere junge Leute verhaftet habe, die mit aller Gewalt vom Volke befreit werden ſollten. Man gab ihnen ſchuld ſich an Polizeiſoldaten vergriffen zu haben. Und nun hatte man Militär abge⸗
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